Nicht mehr frieren – Das Anti-Frostbeulen-Programm

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Wohlbefinden

„Frostbeulen“ haben es dieser Tage nicht leicht. Ein eisiger Wind pfeift durch alle Ritzen und das nasskalte Wetter scheint einem bis in die Knochen zu kriechen. Wer nicht von Haus aus mit einem dicken Fell ausgestattet ist, sollte sich noch vor dem eigentlichen Winteranfang ein paar wärmende Strategien zurechtlegen.

Frieren ist ein natürlicher Überlebensmechanismus. Bei Kälteeinwirkung von außen zieht der Körper die verbleibende Wärme in seine Mitte ab, um die lebenswichtigen Organe zu schützen. In weniger wichtigen Körperteilen wie Händen, Füßen und der Nase würden in diesem Moment die Blutgefäße zusammengezogen, um nicht unnötig Energie zu verschwenden.

Jeder Mensch friert, aber die Wahrnehmung der Temperatur ist unterschiedlich. Frauen frieren meist schneller als Männer, da ihre Haut dünner sei und die Wärme darüber rascher verloren gehe. Zudem haben Frauen weniger Muskeln, die ihnen dabei helfen könnten, Wärme zu produzieren und Wärme zu speichern. Aber auch viele Männer hätten bei unwirtlichen Temperaturen mit schlotternden Knien zu kämpfen.

Allen, die von der Kälte geplagt werden – hier ein „Anti-Frostbeulen-Programm“:

Am besten setzt man gleich an mehreren Stellen an. Von innen kann man sich beispielsweise sehr gut mit scharfen Gewürzen aufheizen. Eine Prise Chili, Ingwer, Rosmarin, Thymian oder Zimt im Essen sorgt dafür, dass die Durchblutung angeregt wird und der Körper einen Hitzeschub erhält. Aus ein paar frischen Ingwerscheiben kann man sich auch einen wärmenden, anregenden Tee brühen. Damit die wohlige Wärme aus dem Magen nicht gleich wieder verloren geht, sollte man seinen Körper rundherum gut einpacken. Materialien wie Wolle, Kaschmir und moderne High-Tech-Gewebe halten sehr gut warm.

Einen ähnlich weitreichenden Effekt haben Pulswärmer: Sind die Handgelenke warm, dann friert auch der Rest des Körpers nicht so schnell. Wer schnell fröstelt, sollte sich nicht mit einer Kuscheldecke aufs Sofa zurückziehen. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und sorgt so dafür, dass wärmendes Blut in alle Körperregionen gepumpt wird. Am besten baut man so viel Aktivität wie möglich in den Alltag ein. Treppen steigen, eine Bushaltestelle früher aussteigen, Walken, Joggen oder Wandern könnten die Körpertemperatur für einige Zeit erhöhen.

Besonders Menschen, die den ganzen Tag in einer relativ steifen Position am Schreibtisch ausharren, empfehlen sich kleine Bewegungstouren zwischendurch. Schon der Gang in die Küche kann ein wärmendes Kribbeln in den Füßen erzeugen. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Arbeitsplatz selbst keine Kälte abstrahlt. Schreibtischplatten aus Glas und Tastaturen aus Metall sind vielleicht schick, aber sie sorgen dafür, dass die Hände ganz schnell auskühlen. Ein stoffbezogenes Mousepad hilft zusätzlich gegen kalte Hände.

Neben Aktivität hilft aber auch Entspannung gegen das Frieren. In verkrampften Muskeln kann das Blut nicht gut fließen und der Körper kühlt aus. Entspannungsmethoden wie Yoga, Qi Gong oder Autogenes Training können daher dazu beitragen, den Körper aufzuwärmen.

Auch wenn Frieren ganz abscheulich ist – man sollte es mit Humor nehmen: Lachen bringt den ganzen Körper in Bewegung und hilft ihm dabei, Wärme zu produzieren. Außerdem lenkt die gute Laune ein bisschen von Gänsehaut und klappernden Zähnen ab.

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