Mit Kalk düngen

Kalk als Dünger trägt zur Bodenverbesserung bei, was zu höheren Erträgen führt.

Das enthaltene Kalzium ist unter anderem der „Kitt“, der im Boden Tonanteile und Huminsäuren zu stabilen Krümeln zusammenfügt und -hält. Das verbessert den Boden und vorübergehend auch seine Qualität.

Kalk ist vor allem ein Boden-, aber auch ein Pflanzendünger. Das enthaltene Kalzium (Ca) verbindet in sogenannten Kalk-Ton-Humus-Teilchen kleinste Bodenbestandteile miteinander. Die Folge ist eine stabile Krümelstruktur des Bodens. Ferner ist Kalzium ein wichtiger Bestandteil der Zellwände der Pflanzen. Bei Kalzium-Mangel werden sie durchlässig und können eintrocknen.

Verwendet wird meist das als Gartenkalk oder kohlensaurer Kalk bezeichnete Kalziumkarbonat (CaC03), ein weißes, manchmal graues Pulver.

Gartenkalk wird durch Mahlen natürlich vorkommenden Kalkgesteins wie Kalkmergel, Dolomit oder Kreide gewonnen.

Neben dem Kalzium ist auch zu kleineren Anteilen Magnesium (15—40 0/0 je nach Herkunft) im Kalk-Dünger enthalten, das als Pflanzennährsstoff von größerer Bedeutung ist. Das Kalzium wirkt vor allem als Bodendünger und -verbesserer.

Anwendung

Kalk wird nach Bodenanalyse etwa alle drei Jahre nachgedüngt. Das genügt, denn Kalk wird gut im Boden gespeichert. Günstig sind Gaben über das Winterhalbjahr. Aber nicht zusammen mit Stalldung oder Kompost. Der dort enthaltene Stickstoff wird dann schnell in wasserlösliches Nitrat umgewandelt. Das wird im Winter nicht von Pflanzen aufgenommen, sondern geht ins Grundwasser verloren. Kalk erhöht außerdem den Boden-pH-Wert, was unerwünschter Bodenversauerung entgegenwirkt.

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