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Themenübersicht: Geld

Lifestyle

Rückzahlung von Bonus bei Kündigung

Bonuszahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Jahresprämien sind keine Schenkung, sondern echtes Arbeitsentgelt.

Für ihre Zahlung gelten als Grundlage Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder einzelvertragliche Abmachungen. Hat ein Arbeitgeber dreimal eine bestimmte Gratifikation erhalten, zum Beispiel das Weihnachtsgeld, so ist ein entsprechender vertraglicher Anspruch auch für die Zukunft entstanden. Lediglich wenn der Arbeitgeber die Zahlung mit Freiwilligkeitsvorbehalt vorgenommen hat, ergeben sich keine Ansprüche für die Zukunft.

Zur Rückzahlung einer Gratifikation ist ein Arbeitnehmer nur verpflichtet, wenn dies zuvor ausdrücklich in einer Rückzahlungsklausel vereinbart wurde. Für solche Fälle stellte das Bundesarbeitsgericht bei Kündigungen durch den Arbeitnehmer folgende Regeln auf: Bei Gratifikationen bis etwa 103 Euro oder unwesentlich darüber besteht kein Rückforderungsanspruch des Arbeitgebers. Bei Gratifikationen wesentlich über 103 Euro, jedoch unter einem vollen Monatsverdienst, besteht ein Rückforderungsanspruch des Arbeitgebers, wenn der Beschäftigte vor dem 31. März des folgenden Jahres ausscheidet. Bei Zahlungen in Höhe eines vollen Monatsverdienstes ist eine Bindung bis zum 30. Juni zulässig. Beträgt die Gratifikation zwei Monatsverdienste, so kann der Arbeitgeber sogar die Gratifikation zurückverlangen, wenn der Arbeitnehmer vor dem 30. September des nächsten Jahres ausscheidet.

Lifestyle

So verhandeln Sie als Frau erfolgreich um mehr Gehalt

Bescheiden, harmoniebedürftig und leicht zufrieden zu stellen – das, was vordergründig eigentlich ganz sympathisch klingt, wird Frauen bei Gehaltsverhandlungen oft zum Verhängnis.

Denn während sie gute Arbeit für wenig Geld leisten und zusätzlich für ein angenehmes Büroklimasorgen, genießen ihre männlichen Kollegen die prima Atmosphäre und sorgen beim Chef dafür, dass nur ihre gute Leistung auch dementsprechend entlohnt wird. Doch das muss nicht so bleiben, erklärt der Hamburger Gehalts- Trainer Martin Wehrle und gibt Tipps, wie auch Frauen zu ihrem Geld kommen. „

Männer kennen ihren Marktwert und testen ihn in regelmäßigen Abständen beim Vorgesetzten aus“, sagt Martin Wehrle, Coach und Autor des Buches „Geheime Tricks für mehr Gehalt“. Das heißt, sie wagen sich in die Höhle des Löwen und legen ihrem Chef plausibel dar, warum eine Gehaltserhöhung angebracht sei. „Selbst eine ablehnende Antwort hindert sie nicht daran, ein paar Monate später einen erneuten Vorstoß zu wagen“, hat der 35-Jährige festgestellt. Frauen hingegen zögerten den Gang zum Chef lange hinaus, verharrten teilweise über Jahre auf dem gleichen Gehaltsniveau. Während ihre Kollegen selbstbewusst auftreten, zeigten sie sich im Gespräch zögerlich und trügen ihre Zweifel auch noch nach außen. Anstatt zu sagen: „Ich möchte mehr Gehalt, weil…“, sagen Frauen vielmehr „Es wäre schön, wenn ich eventuell mehr Gehalten bekommen könnte“. Ein grundfalscher Ansatz, meint Wehrle. „Chefs sitzen meist auf ihrem Geld, wie die Glucke auf dem Ei. Sie tun als erstes so, als sei generell nichts zu holen.“ Aus diesem Grund sollten Frauen sich in erster Linie selbstbewusst präsentieren, sich gut auf den Gesprächstermin vorbereiten und sich vor allen Dingen von einer ablehnenden Antwort nicht gleich entmutigen lassen. Schließlich sei die in den meisten Fällen nur eine Momentaufnahme und keine generell ablehnende Antwort. „Ich rate Frauen, schon bei einem Einstiegsgespräch 50 Prozent mehr Gehalt zu fordern, als sie eigentlich haben wollen“, sagt dazu Professorin Desiree Ladwig, die sich an der Helmut- Schmidt-Universität Hamburg wissenschaftlich mit dem Thema „Frauen und Karriere“ beschäftigt.

Ihre Erklärung: „Frauen werden generell beim Gehalt herunter-gehandelt, steigen schon schlechter in den Beruf ein als Männer und holen den Gehaltsvorsprung ihrer Kollegen so schnell nicht wieder auf.“ Die 41-Jährige hat festgestellt, dass Frauen oft ihre Harmoniebedürftigkeit im Wege steht. Ihnen sei oft ein gutes Arbeitsklima wichtiger als mehr Gehalt. Zudem fürchteten sie, mit einer Gehaltsverhandlung die gute Beziehung zum Vorgesetzten zu trüben. „Selbst bei einem Gespräch sind Frauen in erster Linie froh, wenn es insgesamt positiv verlaufen ist.“ Das Problem ist laut Trainer Wehrle: „Mehr Frauen als Männer verlassen ein Gespräch mit dem Chef ohne nennenswertes Ergebnis.“ Seine Tipps: Frauen sollten für ein Gespräch den passenden Zeitpunkt wählen. Und der sei eben nicht im Herbst oder um die Weihnachtszeit, wenn alle im Rahmen ihrer Mitarbeitergespräche mehr Gehalt fordern. Sinnvoller sei es, gegen den Strom zu schwimmen. Um den Chef zu überzeugen, müssen gewichtige Argumente angeführt werden. Erfolgreich abgeschlossene Projekte, absolvierte Fortbildungen, gute Leistungen, all das sollte genannt werden. „In der Argumentation müssen Frauen immer unterstreichen, was sie der Firma für einen Nutzen bringen“, sagt Wehrle. Persönliche Motive, wie die Abzahlung eines gekauften Hauses oder der Wunsch nach einer Fernreise, würden keinen Vorgesetzten überzeugen. Tabu sei es auch, darauf zu verweisen, dass männliche Kollegen die gleiche Arbeit leisten, aber mehr verdienen. Denn jede Frau verhandelt für sich selbst. Und dazu gehört Mut und vor allen Dingen die Einstellung: „Ich möchte mehr Geld, weil ich es aufgrund meiner Leistung verdient habe.“

Frauen sollten bei Gehaltsgesprächen genau argumentieren, warum sie mehr Geld für ihre Arbeit verdienen. Wichtig ist dabei vor allen Dingen ein selbstbewusstes Auftreten.

Lifestyle

Gehaltserhöhung – So verhandeln Sie richtig

Wer mehr Geld von seinem Arbeitgeber will, sollte gut vorbereitet in die Verhandlungen um eine Lohn- oder Gehaltserhöhung gehen. „Hier gilt es, informiert zu sein“.

Zunächst sollte man um ein Beurteilungsgespräch beim Vorgesetzten bitten. „Am besten, wenn keine anstregende Projektphase vorliegt. Wer lange genug in einem Unternehmen arbeitet, sollte hierfür günstige Zeiten abschätzen können. „Man sollte sich auf jeden Fall gut vorbereiten“. Man muss hier mit vielen Gegenargumenten rechnen. Üblicherweise wird eine vermeintlich schlechte Unternehmenssituation und die allgemein wirtschaftlich schlechte Lage angeführt, was lediglich heißen soll, dass kein Geld da ist. Damit sollte man sich aber nicht abspeisen lassen., denn gute Leute werden immer gebraucht – gerade in schwierigen Lagen.

Man muss sich gute Gegenargumente zurechtlegen“. Oft geht es dem Unternehmen nicht so schlecht, wie der Vorgesetzte glauben machen will. Gab es nicht jüngst einige Großaufträge und präsentiert sich das Unternehmen nicht als Branchenführer? Solche Dinge können durchaus einbezogen werden.Vor dem Gespräch sollte die persönliche Einkommenssituation genauestens analysiert werden. Dabei darf allerdings nicht nur das Monatseinkommen berücksichtigt werden, sondern es müssen sämtliche Vergütungen und Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Prämien, Zuschläge, Überstundenvergütungen, Dienstwagen und andere Formen direkter oder indirekter Vergütung berücksichtigt werden. Auch aus der Arbeitszeit und den Urlaubsansprüchen können sich Argumente für eine Gehaltserhöhung ergeben.

Die persönliche Einkommenssituation sollte dann mit der branchenüblichen oder tariflichen Bezahlung verglichen werden. Dazu empfiehlt sich ein Blick in Gehaltsdatenbanken, um die eigene Bezahlung beurteilen zu können. Im Gespräch sollte man seine Informiertheit durchaus durchblicken lassen“. Die private Situation in Gehaltsverhandlungen anzuführen , davon ist anzuraten. Die hohe Miete, der arbeitslose Ehepartner oder der abzuzahlende Kredit sind schlechte Argumente, da sie lediglich an das Wohlwollen des Arbeitgebers appellieren und daher in den wenigsten Fällen erfolgreich sind.

Von Vergleichen mit der Bezahlung und Leistung von Kollegen sollte man ebenfalls absehen. Kern der Argumentation für eine bessere Bezahlung sollten die persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse sein. „Die Firma fragt nicht, was jemand in der Vergangenheit geleistet hat, sondern was er in Zukunft noch leisten kann“. Hier müsse man ansetzen.