Eine Küche planen: Die wichtigsten Grundsätze, die jeder beachten sollte

Eine Küche sollte gut durchdacht sein (Foto: A. Kaatz)

Eine Küche sollte gut durchdacht sein (Foto: A. Kaatz)

Um sich in der Fülle des Angebotes an Kücheneinrichtungen zurechtzufinden, ist es notwendig, zu wissen, was man haben will.

1. Fragen Sie vor der Planung, ob der Kostenvoranschlag kostenlos ist.

2. Nicht nur die Preise vergleichen, sondern auch die Leistungen des Händlers. Niedrige Preise oder Rabatte gehen oft auf Kosten des Service (Ausmessen der Küche, Planung und Erstellen eines Angebotes, Montage, Kundendienst, Anlieferung der Möbel).

3. Der Kauf im Fachgeschäft lohnt sich allemal. Eine komplette Kücheneinrichtung selbständig zu planen und zu montieren, kann teuer kommen. Man sollte es lieber Fachleuten überlassen.

Grundsätze zur Küchenplanung

Funktionalität hat beim Einrichten einer Küche oberste Priorität.

Von rechts nach links arbeiten: also den Herd rechts von der Spüle; dadurch werden die Arbeitsabläufe flüssiger. Für Linkshänder von links nach rechts planen.

Vor dem Einbau der Küche genügend Steckdosen anbringen lassen (nach Plan); bei hoch technisierten Küchen darauf achten, dass Stromkreise und Absicherungen ausreichend dimensioniert sind.

An beiden Seiten von Herd und Spüle Arbeitsfläche einplanen: seitlich bis zu Wand oder Hochschrank mindestens 30 cm. Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm.

Herd und Spüle möglichst an der gleichen Seite der Küchenzeile aufstellen. weil dann nicht so oft Flüssigkeiten auf den Boden tröpfeln.

Die Arbeitsplatte sollte nicht bündig mit den Küchenunterschranken abschließen. Das erleichtert das Reinigen bzw. Abwischen von Resten.

Nur bei einem Untertritt (bei den Küchenunterschränken) von etwa 5 cm kann man nahe am Arbeitsbereich gerade und damit rückenschonend stehen.

Die Höhe der Arbeitsplatte sollte an der Person ausgerichtet sein, die hauptsächlich in der Küche arbeitet. Wenn man gerne zu zweit kocht und der Platz vorhanden ist. Arbeitsflächen in unterschiedlichen Höhen einplanen. Das lässt sich ohne unschöne und für die Reinigung unpraktische Stufen leicht in einer zweizeiligen Küche umsetzen, indem man unterschiedliche Höhen der Zeilen wählt. Idealerweise ist die Zeile, in der sich die Spüle befindet, der höhere Bereich. Der Boden des Spülbeckens ist abgesenkt und dadurch ohnehin oft Grund für ermüdendes „Buckeln“ beim Spülen. Umgekehrt ist es sinnvoll, das Kochfeld eher abgesenkt zu planen, denn die Oberkante der Töpfe ist sozusagen die Arbeitshöhe.

Spülmaschine und Backofen nach Möglichkeit erhöht einbauen. Das schont den Rücken — nicht erst im höheren Lebensalter.

Ein erhöht eingebauter Kühlschrank ist absolut empfehlenswert, nicht nur um ihn ohne Bücken zu füllen und etwas herauszuholen, sondern vor allem, um ihn bequem reinigen zu können.

Für eine gute Beleuchtung Lampen so anbringen, dass sie nicht blenden oder man im eigenen Schatten arbeiten muss. Günstig sind Lichtblenden an der Unterseite der Oberschränke zusätzlich zur Allgemeinbeleuchtung.

Nach Möglichkeit Spüle mit zwei Becken einbauen: ein großes Becken. in dem auch Kuchenbleche oder große Töpfe ohne Verrenkungen gespült werden können. Ein zweites großes Becken ist nicht notwendig, ein kleines Restebecken dagegen sehr sinnvoll.

Offene Regale, in denen vorn Kochbuch bis zur Bratpfanne alles aufbewahrt wird, bieten zwar jederzeit Zugriff, haben aber den Nachteil, dass sich Küchendünste auf alle Flächen und Geräte legen. Was hinter geschlossenen Türen verstaut ist, verstaubt bzw. verschmutzt nicht.

In die Arbeitsplatte eingelassene Geräte, z. B. Waage, Friteuse, nehmen Arbeitsfläche weg und schaffen Ritzen und Fugen, die nur schwer zu reinigen sind.

Glastüren an Küchenober- und -unterschränken sind ein optischer Gag, aber nicht unbedingt praktisch: Was im jeweiligen Schrank untergebracht ist, muss man nicht bereits von außen sehen. Der Durchblick zwingt zum dekorativen — aber nicht unbedingt praktischen — Einräumen der Schränke.

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