Ein- und Umtopfen – So einfach geht´s

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Garten

Wie erkenne ich, ob meine Pflanze ein neues Gefäß braucht?

Nicht jede Topf- bzw. Kübelpflanze muss jedes Jahr umgetopft werden. Ausschlaggebend ist, wie stark die Erde durchwurzelt ist. Ziehen Sie die Pflanze zum Test aus dem Topf. Fällt dabei viel Erde ab, ist es zu früh. Durchziehen dagegen reichlich feine Wurzeln das Substrat, ist der Zeitpunkt ideal. Sieht man vor lauter Wurzeln kaum noch Erde, eilt es sogar!

Der März ist die beste Zeit zum Umtopfen. Nachholen kann man es bis Juli – danach wartet man besser bis zum nächsten Jahr.

Muss ich jedes Jahr einen größeren Topf nehmen?

Wählen Sie grundsätzlich Gefäße aus, die ein bis zwei Nummern größer sind als die alten, aber nicht mehr! Wer übertreibt und seine Pflanzen in Riesentöpfe setzt, tut ihnen nichts Gutes.

Wer bei alten Pflanzen immer größere Gefäße verwenden möchte, wendet die Wurzel- Keil-Methode an. Dabei werden, gleichmäßig über den Ballen verteilt, zwei bis drei dreieckige „Tortenstücke“ mit einer Säge oder einem Messer herausgeschnitten. Die Pflanze danach in den alten Topf zurücksetzen und die Leerräume mit Erde füllen.

Sollte man beim Umtopfen alte Erde abkratzen?

Nein. Der so genannte Ballen (= durchwurzelte Erde) sollte beim Ein- und Umtopfen ganz bleiben. Nur wenn die Wurzeln an den Rändern verfilzt und sehr festsind, muss man sie vor- sichtig lösen.

Was tun, wenn sich die Pflanze nicht aus dem alten Topf lösen will?

Wenn sich die Wurzeln fest im Topf verkeilt haben, hilft es, mit einem Messer an den Topf-lnnenwänden entlang zu fahren. Bei weichen Plastikgefäßen klopft man fest auf die Töpfe oder schlägt sie kopfüber vorsichtig an einer Tischkante an. Wichtig: Verwenden Sie nur Töpfe, die nach oben hin breiter werden und keine Einschnürungen haben. Amphoren und bauchige Töpfe sehen zwar schick aus‚ aber man bekommt die Pflanzen nie mehr unbeschadet heraus, ohne etwas von den Wurzeln zu kappen.

Warum darf man alte Erde nicht wiederverwenden?

Gebrauchte Pflanzenerde ist zum einen ausgelaugt: Sie hat einseitig Nährstoffe verloren oder ist oft verklumpt. Noch schlimmer aber: Sie kann Krankheitskeime oder Schädlingsnester enthalten, die rasch auf die frisch eingetopften Pflanzen übergreifen können.

Welche Pflanztiefe ist die richtige?

Es gibt zwei Maße zu beachten: Zum einen sollte die neue Erde nicht über die Oberfläche des Ballens (durchwurzelte Erde) hinausgehen. Sitzt die Pflanze zu tief, werden ihre Stämme oder Zweige mit Erde angeschüttet: Fäulnis ist die Folge. Sitzt die Pflanze zu hoch, trocknen die obersten Wurzeln aus und sterben ab.

Was muss ich tun, damit meine Pflanzen nach dem Umtopfen nicht verkümmern?

Der häufigste Fehler ist Trockenheit. Gießen Sie alle Gefäße sofort nach dem Bepflanzen reichlich an, da die frische Erde aus Säcken reichlich Feuchtigkeit zieht. Ebenfalls häufig ist zu viel Sonne auf einmal.

Wie dicht darf man pflanzen?

Setzen Sie in Balkonkästen die Pflanzen nicht dicht an dicht. Zwischen den Ballen sollten 5 bis 10 cm Platz bleiben. Sonst behindern sich die Wurzeln gegenseitig und die Pflanzen stocken im Wuchs oder mit der Blüte.

 

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