Die lange Geschichte der schwimmenden Seezeichen

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Schwimmende Seezeichen weisen bereits seit etwa 650 Jahren vor Deutschlands Küste den Schiffen den richtigen Kurs. Eine der ersten Fahrwassertonnen soll im Jahre 1358 in der Elbmündung verankert worden sein.

Anfangs waren die Fahrwassermarkierungen nichts anderes als schwarze Fässer aus Eichenholz und Eisenringen. Etwa 200 Jahre später wurden auch weiß markierte Tonnen entlang den Fahrrinnen eingeführt.

Einheitliche Tonnen an Deutschlands Küsten gibt es seit 1887. Doch noch bis 1976 waren weltweit 30 verschiedene Systeme im Einsatz. Im Jahre 1977 wurde die Fahrwassermarkierung den Regeln der Internationalen Vereinigung der Seezeichenbehörden (IALA) angepasst.

Auf besonders komplizierten Schifffahrtsrouten wurden Leuchttonnen ausgebracht, die anfangs mit Gaslaternen betrieben wurden. Später wurden sie durch elektrische Laternen ersetzt, die von Akkumulatoren und Batterien gespeist wurden. Seit 1992 kommen auch Leuchttonnen zum Einsatz, die mit Sonnenkollektoren ausgestattet sind.

In der engen Stralsunder Hafeneinfahrt werden seit einiger Zeit auch neuartige eisresistente Gelenkbaken aus Kunststoff getestet, die in Finnland entwickelt wurden. Die sehr langen Tonnen stehen fast wie Pfähle auf dem Meeresboden und können so nur wenige Zentimeter von ihrer festgelegten Position verschoben werden.

Um zu verhindern, dass sich Wasservögel auf die schwimmenden Seezeichen setzen, werden die Aufsätze der Tonnen mit sogenannten Vogelabweisern ausgestattet, die wie Antennen nach oben ragen. Damit will man vermeiden, dass Kot von möglicherweise mit Vogelgrippe-Viren infizierten Tieren die Seezeichen verschmutzt.

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